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Posts mit dem Label "Ländlicher Raum" werden angezeigt.

Königslutter

Kaiser Lothar und seine Linde...der Dom, die alte Kirche...der Duckstein und der Leerstand. Die Entwicklung einer neuen Konzeption in einer kleinen Stadt wird uns in den kommenden Monaten beschäftigen. Nicht dass wir nicht wüßten, dass die Probleme immer ähnlich sind - wir wissen aber auch, dass die Lösungen immer andere sind. Die Chancen sind hoch - mindestens so hoch wie die Risiken. Deswegen sollten wir etwas versuchen!

Kirchbrak

Wir arbeiten wieder auf dem Dorf. Die Erklärung des Projektes "Neue Mitte Linde" hat die Bewohner zusammengeführt. Wohnen auf dem Dorf - wie kann das in Zukunft möglich sein? Das Thema hat die Menschen zusammengebracht, denn es interessiert sie. Sie beschäftigen sich mit der eigenen Zukunft! Sie beschäftigen sich so sehr mit der eigenen Zukunft, dass sich der Verein "Zukunft Kirchbrak" gründet. Wir werden sehen, wo das hinführt. Über 85 Teilnehmer zählt die Bürgerversammlung am 21. Juni! Die Planung wird im Maßstab 1:1 abgesteckt und markiert. Die Dimension wird erfahrbar und die Fragen häufen sich.  Dorfmoderatoren erklären das Konzept. 

Gropius

„Da steht ein Gropius“ , sagte der stellvertretende Bürgermeister des kleinen Dorfs, in dem ich zufällig arbeite. Die kleine Fabrik in Kirchbrak, 1925 – 1926 entstanden, ist seltsamer Weise aus den Werkverzeichnissen des Meisters ausgeblendet. Die Faguswerke in Alfeld nebenan wurden zwei Jahre zuvor gebaut. Der Besuch im Fabrikationsgebäude erstaunte mich dann aber noch mehr. Die Bandsägen sind in Vorbereitung des Auszugs erst vor kurzem an die Seite geschoben worden. Hier wurde bis zum Mai 2018 noch Holzleisten produziert! Jetzt ist es vorbei. Das Gebäude steht leer, Zukunft ungewiss. Wir zucken mit den Achseln. Was könnte hier geschehen im anstehenden Bauhausjahr? Die Innenräume werden geräumt. Die Produktion, die hie über 90 Jahre stattfand wird aufgegeben. Die Erweiterung der Flächen fand im Jahr 1936 statt, der Bau zeigte sich flexibel und das Konzept hatte sich bewährt.

Ühlingen

Aus gegebenem Anlass nochmal einige Bilder vom Innenraum - allerdings machen wir uns nichts vor: Solch ein Konzept ist kein Selbstläufer. Blut, Schweiß, Tränen, Angst...gehört dazu? Ideen gibt es viele, allerdings ist die Wirklichkeit dann häufig anders aufgestellt. Die Flexibilität muss man sich erhalten und nach neuen Wegen suchen. Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere!

"MediZIMMER"...etwas später:

Wir haben die Konzeption abgeschlossen und am 13. August - ein Montag - konnten wir das Ergebnis der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin übergeben. Die Arbeit kommt an. Das freut uns. das MediZIMMER wird Teil der Versorgungsmodule, die wir in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Wir hoffen, das wir nun der Realisierung und dem Betrieb ein großes Stück näher gekommen sind. Vorgesehen sind zwei Modellstandorte, die im Landkreis Holzminden umgesetzt werden.

MediZIMMER

HOL wir arbeiten an einem neuen Versorgungsmodul. Es ist offensichtlich, dass die " medizinische Versorgung in ländlichen Räumen " absehbar kritisch wird. Noch ist nicht ganz klar, wie damit umzugehen ist. Vielleicht wäre eine Dorfschwester 4.0. eine Idee. Ist den Älteren unter uns noch bekannt (ohne das 4.0)...Wichtig, die Rahmenbedingungen zu kennen und Ziele der Akteure zu bestimmen! Es scheint jetzt möglich zu sein, umzusetzen. Als wir es erstmals versucht haben, 2013 in Brandenburg, war es nicht realistisch. Aber wie gesagt: Die Situation hat sich weiter verschärft. (Mal ins Netz schauen?).  ...ärztliche Versorgung und ländlicher Raum...

Versorgungsmodule

Bild: Versorgungsmodule von GrosseEmma 2017 Wir haben für „Regio-LAB“ Versorgungsmodule konzipiert und sie mit den Bedürfnissen der Versorgungsakteure abgeglichen. Wir stellen fest, dass diese Module sehr attraktive Angebote darstellen, denn sie erlauben es, bestehende Angebote der Versorgung in ländlichen Räumen einfach zu ergänzen und zu erweitern. Wir erweitern diese Ansätze kontinuierlich. Das machen wir. Außerdem testen wir sie im Realbetrieb. Jetzt.

GrosseEmma - seit 36 Monaten im Betrieb

Wir wissen, dass die Dinge nicht so bleiben, wie sie sind: Die Menschen kaufen im Internet ein, sie telefonieren am Bildschirm, sie sind mobil. Sie haben ganz neue Ansprüche. Aber auch Unternehmen verändern ihre Geschäftsmodelle. Sie finden andere Wege, um mit ihren Kunden zu kommunizieren oder um ihre Angebote zu vermitteln. Die Rahmenbedingungen für Versorgung verändern sich schnell. Wer diese Entwicklungen ernst nimmt, sieht neue Ansätze. Wir sehen, dass existierende Versorgungsmuster in ihrem Bestand nicht sicher sind: Einzelhandelsstandorte geben auf, Verwaltungen werden zusammengelegt, kirchliche Einrichtungen geschlossen und Geschäftsstellen von Finanzinstituten verschwinden. Besonders betroffen ist der ländliche Raum. Die Entfernung zum nächstgelegenen Versorger wächst nicht nur für die Kunden und Besucher, es wächst auch die Distanz zum Kunden. Wir schlagen deshalb den Aufbau eines regionalen Versorgungsnetzes vor. Wenn verschiedene Partnern an verschiedenen Standorten in der ...

Architektur und Gemüse 1

Rispentomate Ich habe im Supermarkt eingekauft: Rispentomaten. Dann habe ich sie vergessen. Sie sind 3 Wochen auf dem Regal in der Küche gelegen. Ich habe sie wiedergefunden. Sie sahen so aus wie am Tag des Einkaufs. Ich bin erschrocken und habe mich dann zu einem Experiment entschieden: Ich habe die Rispentomaten auf dem Regal liegen lassen. Es sind zwei weitere Wochen vergangen. Die Tomaten haben sich nicht verändert. Wenn ich genau hinschaue, scheint es mir, als wäre die Haut einer einzigen Tomate etwas runzelig geworden. Oder täusche ich mich? Ich nehme die Tomatenrispe und werfe sie in den Müll. ->  BoniRob

Pastorale - 3.Satz

Satz 3: Allegro (Lustiges Zusammensein der Landleute) Zuerst wurden Öffnungszeiten gekürzt. Niemand, der gegen die schlüssige Begründung der Akteure etwas einwenden wollte: Weniger Kundenkontakte, Renovierungsrückstau, Fixkosten, auslaufender Mietvertrag, Demografie... Etwas rauher ist der Ton einige Jahre später geworden, als es darum ging, die Geldautomaten abzuschaffen: „In Zukunft werden sich Online-Bezahlmethoden durchsetzen!“ Wer wollte da etwas sagen? Es war auch nicht aufgefallen, dass seit einiger Zeit vor Ort nur noch standardisierte Servicepakete angeboten wurden. Wer etwas Neues suchte, der war längst im Internet und an standardisierte Dienstleistung gewöhnt. Kredite ließen sich bei neuen Anbietern mit einem Klick zu viel besseren Konditionen abschließen! Es ist nicht aufgefallen, als die Standorte geschlossen wurden und bald wird das Mobiltelefon die Geldbörse ersetzen. Aber rechtfertig das ersatzlosen Rückzug, maximal Überbrückungslösungen in Form vo...

Pastorale - 2. Satz

Satz 2: Andante molto mosso  (Szene am Fluss) Bis zu 30% Umsatzverlust stehen dem stationären Einzelhandel bis 2020 ins Haus. Das jedenfalls stellt eine neue Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH)   in Köln fest. Und der Präsident des deutschen Handelsverbandes erklärt, was das bedeutet: Bis zu 50.000 Ladengeschäfte werden verschwinden. Schuld daran wäre der immer größere Anteil, den der Onlinehandel am Gesamtumsatz der Branche abgreift, denn der brauche natürlich keine Flächen! Konkret: Sollte der stationäre Einzelhandel Umsatz verlieren, muss er anpassen, um seine Flächenproduktivität zu erhalten. 30% Umsatzverlust bedeuten 30% Flächenverlust? >  Das Verschwinden der Ladengeschäfte

Pastorale - 1. Satz

Satz 1: Allegro ma non troppo  (Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande)... Knapp 30% der Gesamtbevölkerung leben im ländlichen Raum und in den ländlichen Verdichtungsräumen. Rein rechnerisch geht das in Ordnung. Das  ist genau richtig, denn diese Zahl sorgt dafür, dass man sich nicht einfach aus dem Staub machen kann: Die Politik muss sich mit diesen Räumen beschäftigen. Sie muss dafür sorgen, dass sie weiter funktionieren, denn 30%, das sind fast 24 Millionen Menschen. >  Die Ordnung im Raum